Allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxen Praxis am Strandbahnhof Praxis auf dem Priwall Akademische Forschungspraxis der Universität zu Lübeck
Allgemeinmedizinische GemeinschaftspraxenPraxis am Strandbahnhof Praxis auf dem Priwall Akademische Forschungspraxis der Universität zu Lübeck

Lehrpraxis des Universitätsklinikums Lübeck         und Ausbildungsbetrieb

Wir sind sehr gern Lehrpraxis und begrüßen Studierende für ihre Famulaturen im Fach Allgemeinmedizin oder für den Ausbildungsabschnitt Allgemeinmedizin, der im 9. Semester absolviert wird. 

 

Gern lassen wir die Studierenden an unserer täglichen Arbeit teilhaben, die jeden Tag einen Weg finden muß, der zwischen dem absolut Machbaren und dem unbedingt Notwendigen liegt, denn beide Extreme sind falsch. Gerade für Mediziner, die sich in den Universitätskliniken bewegen, ist das häufig eine ganz neue Sicht auf die Medizin. Wir sind sehr froh, dass unsere Patienten hier "mitziehen" und wir häufig ein "das war aber auch für mich interessant" hören.  

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PJ-Bericht von Fabian Heinold - Praxis am Strandbahnhof und am Priwall

Meinen ersten Kontakt zu der Praxis am Strandbahnhof hatte ich während meines Blockpraktikums im 9. Semester. Zu diesem Zeitpunkt habe ich zwei Wochen in der Praxis hospitiert und es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Ich wurde offen und herzlich ins Team aufgenommen und direkt in die Patientenversorgung eingebunden. Daher habe ich mich dazu entschlossen, auch mein praktisches Jahr in Travemünde zu absolvieren.

Die Praxis hat insgesamt zwei Standorte. Die Praxis am Strandbahnhof ist vor allem eine allgemeinmedizinisch/urologisch geprägte Praxis und die Praxis auf dem Priwall hat einen geriatrischen Schwerpunkt. Beide Praxen sind mit einem kleinen Labor, einem chirurgischen Versorgungszimmer und mehreren Behandlungszimmern, samt modernen Ultraschallgeräten ausgestattet. Es stehen immer genügend Räume zur Verfügung, sodass auch PJler nach einer Einarbeitungszeit eigenständig Patienten betreuen können.

Das ärztliche Team besteht aus vier Ärztinnen und Ärzten. Alle sind Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin, haben jedoch noch weitere Qualifikationen und Zusatzbezeichnungen, von denen man als PJler zu jeder Zeit profitieren kann. Frau Dr. Hollandt hat als weitere Zusatzqualifikation Palliativ- und Ernährungsmedizin, Herr Dr. Sandmann ist Facharzt für Urologie und ist neben seiner Zeit in der Praxis als Notarzt und Oberfeldarztarzt der Reserve tätig. Frau C. Runnebaum ist Geriaterin und Herr Dr. Heilscher hat längere Zeit Jahre Erfahrung in der Tätigkeit als Orthopäde.

Das weitere Team besteht aus erfahrenen Krankenschwestern, einer Wundmanagerin und medizinischen Fachangestellten. Sie helfen einem durch den Dschungel der Abrechnung, koordinieren den Tag und sind der Dreh- und Angelpunkt der Praxis. Ohne Sie läuft nichts und sie haben mir bei jedem noch so kleinen oder großen Problem geholfen.

Der Tag in der Praxis ist immer gut strukturiert. Morgens beginnt man mit den Gesundheitsuntersuchungen, welche in der Regel 20-30 Minuten dauern und über den Tag verteilt hat man fest eingeplante Patienten. Dazwischen gibt es, wie in anderen Praxen auch, Patienten ohne Termin oder Notfälle. Zwischen 12-15 Uhr wird zusammen Mittag gegessen, die Arztbriefe eingepflegt, Laborbefunde besprochen und die Heimbesuche durchgeführt. Jeden Dienstag gab es Betriebssport mit einem Personal Trainer und am Donnerstag fand ein Gruppenlauftraining, auch mal mit einer Distanz von 10 Kilometer statt.

Auch neben der Zeit in der Praxis gab es genug zu erleben. Herr Dr. Sandmann und ich haben zusammen mit einigen Kollegen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger einen Artikel für „Der Notarzt“ geschrieben, der im Oktober erscheint. Als kleines Dankeschön durfte ich zwei Tage auf dem Seenotkreuzer in Grömitz, der Hans Hackmack und seinem Schwesterboot Emmi, mitfahren und Seeluft schnuppern. Zudem wurde ein mehrtägiges Praktikum bei der Bundeswehr für mich organisiert. Deshalb konnte ich mir die Rettberg-Kaserne des Aufklärungsbataillon 6 in Eutin ansehen, den Sanitätsdienst besuchen und in der Krankenstation hospitieren.

Insgesamt ist die Zeit in der Praxis wie im Flug vergangen. Ich habe sehr viel gelernt, konnte ein wirklich breites Spektrum der Allgemeinmedizin kennenlernen und mich in vielen Bereichen weiterentwickeln.

Um nach dem theorielastigen Studium praktische Fähigkeiten zu sammeln, seine interprofessionelle und ärztliche Kommunikation zu verbessern und um sicherer in der Ultraschall- und EKG-Interpretation zu werden, sind die Praxis am Strandbahnhof und auf dem Priwall genau das Richtige. Ich werde die Praxis und das großartige Team vermissen.

Göttingen 2019, Fabian Heinold

 

Sa: "Fabian hat uns sehr geholfen, sich gut eingebracht und es war eine schöne Zeit mit ihm. Wir hoffen, dass er unsere begonnenen praktisch-wissenschaftlichen Projekte weiterverfolgt und begleitet. Die Hospitationen bei DGzRS und Bundeswehr sind natürlich keine Spaßveranstaltungen, sondern dienen der Einweisung in die ehrenamtliche Tätigkeit als Arzt für eine Hilfsorganisation oder für die Bundeswehr."


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